Für viele Menschen ist Wohnraum in Nagold heute nicht mehr bezahlbar.

Veröffentlicht am 07.05.2019 in Allgemein

Die Fraktion der SPD beantragt die Beratung folgenden Antrags in der Sitzung des Gemeinderates am 07.05.2019 unter Tagesordnungspunkt 13 der öffentlichen Sitzung.

Für viele Menschen ist Wohnraum in Nagold heute nicht mehr bezahlbar.

In Nagold gibt es keinen Wohnraum oder zumindest keinen zu bezahlbaren Preisen. Wohnen ist in Nagold die entscheidende soziale Frage. In Nagold entsteht ein Luxusbau nach dem anderen. Dies ist Ausdruck der hohen Attraktivität und hohen Lebensqualität in Nagold seit dem Innenstadtumbau. Dieser Wohnraum geht aber an den Bedürfnissen vieler Menschen vorbei. Aufgabe der Stadt ist es, dafür zu sorgen, dass Wohnen in Nagold wieder bezahlbar wird und vor allem bleibt. Wir brauchen mehr als quadratisch, teuer und luxuriös! Wir brauchen Wohnraum für Familien! Die SPD hat hierzu bereits verschiedene Vorschläge gemacht.

Wir beantragen folgende Punkte jetzt umzusetzen:

  1. Mehr Bauland für Wohnungen ausweisen. Wir brauchen mehr Bauland. Die Stadt muss einen Wohnflächenatlas erstellen, in dem alle grundsätzlich bebaubaren Flächen erfasst werden. Danach muss über die Bebauung politisch entschieden werden. Der Wohnflächenatlas muss sowohl  Nachverdichtung, Konversionsflächen und mögliche neue Baugebiete beinhalten.

  1. Die Stadt Nagold braucht einen eigenen gemeinnützigen Wohnungsbaubetrieb, der in Nagold bezahlbare Mietwohnungen schafft. Andere Städte in der Nachbarschaft machen das. Dies kann auch im Verbund mit Nachbarkommunen oder mit dem Landkreis organisiert werden. Die Kreisbaugenossenschaft nimmt diese Aufgabe leider nicht wahr.

  1. Wir brauchen ein Bündnis für bezahlbaren Wohnraum. Private Investoren im Mietwohnungsbau, die von den steigenden Preisen profitieren, müssen bei neuen Bauvorhaben ( z.B. bei vorhabenbezogenen Bebauungsplänen ) 20 % der Fläche als bezahlbaren Mietwohnraum anbieten. Das Gebiet Hasenbrunnen bietet die Gelegenheit, dies ganz konsequent umzusetzen.

  1. Die Stadt muss sich konsequent um Fördermittel des Landes und des Bundes kümmern. Diese werden tendenziell sogar noch steigen.
  2. Leerstände von städtischen Wohnungen müssen vermietet werden. Sanierungsbedürftige Wohnungen müssen bewohnbar gemacht werden, um als bezahlbares Mietobjekt zur Verfügung zu stehen.
  3. Neben Mietwohnraum für sozial Schwächere und Familien sowie höherpreisigem Wohnraum in der Innenstadt ist insbesondere auch der Wunsch nach einem Einfamilienhaus weiterhin stark ausgeprägt. Vor allem in unseren Teilorten ist die Nachfrage sehr hoch. Deshalb ist es richtig, dass die vielen Projekte, die angekündigt wurden, jetzt auch endlich umgesetzt werden müssen. Die Schaffung von Bauland muss zur Priorität in der Verwaltung werden.

Mit freundlichen Grüßen

Für die Fraktion der SPD

Daniel Steinrode

 

Daniel Steinrode auf Facebook

 

 

Daniel Steinrode auf Twitter